Aktuelles

 

Zehn Jahre maecenia!

Am Samstag, 21. August 2010 feierte die Stiftung maecenia ein Sommerfest anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens im Hof des Stifterbüros Frankfurt in Niederursel.

An diesem sonnigen Nachmittag konnten wir Künstlerinnen, Musikerinnen, Dichterinnen, Forscherinnen, Königinnen, Stifterinnen und Stifter, Mäzenias und Mäzene, Spenderinnen und Spender, Freundinnen und Freunde, Helferinnen und Helfer … und viele an maecenia interessierte Gäste begrüßen.

Den Rahmen für interessante Begegnungen und Gespräche bildeten eine Talkrunde über die Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen, Videoausschnitte von geförderten Filmen und Projekten und ein Büchertisch. Von maecenia geförderte Musikstücke erklangen an einer Hörstation.

Eines der Geburtstagsgeschenke, über die wir uns sehr gefreut haben, bereitete uns die Künstlerin Nora de Baan mit ihrem „Minutenkino“, das je einer Person ein ganz besonderes Kinoerlebnis bescherte.

Wir bedanken uns herzlich bei allen unseren Gästen für ihr Kommen und freuen uns über das gelungene Fest!

Bilder vom Fest sehen Sie hier.

 


Am Dienstag, 29. Juni 2010 trug sich die Stiftung im Kaisersaal des Römers in das Goldene Buch der Stiftungen der Stadt Frankfurt am Main ein. Wir danken der Stadt für diese Ehrung der Stiftungsarbeit von maecenia und den schönen Empfang.

Bilder sehen Sie hier.

 


Neue Projektrunde 2012

Nach Abschluss der Förderrunde 2010 wird die Stiftung maecenia im Jahr 2012 neue Projekte unterstützen. Bewerben können Sie sich bis zum 1. Mai 2011.

Antragstellung

 


Geförderte Projekte 2010

Seefahrerinnen, Klagefrauen, Kleinbäuerinnen und Leihmütter – Vielfältige Ausblicke im neuen Förderjahr von maecenia

Die Frankfurter Stiftung maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst fördert 2010 mit insgesamt 22.000 Euro eine Publikation, drei Dokumentarfilme, drei Ausstellungsvorhaben und eine Bühnen-Performance. Die aus über 100 Antragstellerinnen ausgewählten acht Forscherinnen und Künstlerinnen recherchieren zu Lebens- und Überlebensstrategien von Frauen und setzen sich künstlerisch mit einem veränderten Körperbewusstsein auseinander.

Die Publikation behandelt Klage und Schmerz „im Bauch Europas“ (westlicher Balkan) und die Bedeutung alter und neuer Trauertraditionen von Frauen für aktuelle Widerstandsbewegungen gegen den Krieg. Die Protagonistinnen der drei Dokumentarfilmprojekte sind Frauen, die 1945 nach Island ausgewandert sind, Frauen, die im ehemaligen Fischkombinat Rostock gearbeitet haben und zur See gefahren sind und Betreiberinnen und Kundinnen eines Nagelstudios in Berlin–Marzahn. Auf eine wenig bekannte Perspektive zur Lösung des Welthungerproblems wird die Ausstellung über ökologisch arbeitende Kleinbäuerinnen in Bangladesch aufmerksam machen. Zwei weitere Ausstellungsprojekte befassen sich mit dem Verhältnis von Kunst und Theorie sowie mit den Auswirkungen neuer gentechnologischer und medizinischer Möglichkeiten auf das ästhetische Körperempfinden. Die Bühnen-Performance setzt sich mit dem brisanten Thema Leihmütter in Indien einmal ganz anders auseinander.

Parallel zu diesen Vorhaben fördert die Stiftung maecenia seit 2009 das „Composer in Residence - Komponistinnen nach Frankfurt“ – Programm. Dieses Gemeinschaftsprojekt des Archivs Frau und Musik und des Instituts für neue Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main wird von maecenia mit 3.000 Euro jährlich unterstützt.

 


maecenia engagiert sich nachhaltig für Komponistinnen: Sun-Young Pahg war die erste Stipendiatin von Composer in Residence

Zum ersten Mal wird die Stiftung ein Projekt über mehrere Jahre fördern. Das vom Archiv Frau und Musik in Kooperation mit dem Institut für zeitgenössische Musik neu initiierte dreimonatige Arbeitsstipendium „Composer in Residence – Komponistinnen nach Frankfurt“ hat Vorstand und Beirat überzeugt. Mehr als 50 Komponistinnen aus 30 Ländern hatten sich auf die erste Ausschreibung beworben, was die Notwendigkeit eines solchen Projekts zusätzlich bestätigt. Die Fachjury hat sich für die 1974 geborene Südkoreanerin Sun-Young Pahg entschieden, deren Werke äußerst erfolgreich in Korea, Deutschland und in ihrer Wahlheimat Frankreich aufgeführt wurden. Am 10. August 2009 traf die Komponistin in Frankfurt ein und lebte und arbeitete in den Hoffmanns Höfen. Es fanden Workshops und Werkstattgespräche statt. Das Stipendium endete am 6. November 2009 mit einer Uraufführung, die Pahg mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst erarbeitete.

Siehe auch:

Frankfurter Rundschau vom 30. August 2009: Die Gebieterin der Sirenen
FAZ vom 10. Juni 2009: Förderung für Komponistinnen und
Frankfurter Rundschau vom 10. Juni 2009: Gehör für Musikerinnen

 


So nah mit ihr

Tanztheater (u.a. auch von maecenia gefördert und sehr zu empfehlen!)

Von Barbara Englert (theater be), Jutta Kaußen und Johanna Knorr

So nah mit ihr
Bettina Brentano und Karoline von Günderrode

Die legendäre Freundschaft der beiden jungen Dichterinnen, tänzerisch dargestellt und begleitet von Originaltexten und zeitgenössisch bearbeiteten Kompositionen der Bettine.

Premiere am 17. Juni 2009

Das Stück wird voraussichtlich auch 2010 aufgeführt.

Siehe auch FR vom 22. Juni 2009:
Kritik: Sich Trost spenden - Ein Tanzstück über Freundinnen - Von Sylvia Staude