<photo sensible/ beautiful place>

Antragstellerin: Viviana Bravo Botta, Maria Jaimes
Art des Projekts: Kunst-Wohn-Projekt
Förderung durch maecenia: 3.000
 

Eine Wohung im Frankfurter Bahnhofsviertel wird für vier Monate (Juli-Oktober 2004) zum "beautiful place". Ein Zwischenraum zwischen öffentlich und privat, der von seinen Nutzerinnen nach ihren ästhetischen Vorstellungen und kulturellen Bedürfnissen eingerichtet werden kann. Die Nutzerinnen sind Prostituierte des Bahnhofsviertels, die über 90 Prozent aus Lateinamerika kommen, wo für Frauen die Gestaltung des Wohnumfeldes eine ganz zentrale Rolle spielt.

Die Veränderungen der Räume werden laufend dokumentiert und auf einer Internetseite den virtuellen BesucherInnen zugänglich gemacht. Das Projekt will eine Diskussion in einem aktiven Umfeld anregen, die Aspekte wie Identität, kulturelle Bezüge, urbanes Leben und Kunst in der heutigen Stadt aufgreift.

Dieses Projekt erfüllt die Stiftungszwecke von maecenia,  weil das Thema Bahnhofsviertel und Prostitution von der künstlerischen Seite und nicht nur unter sozialen Aspekten angegangen wird. Die beiden Künstlerinnen sind selbst lateinamerikanischer Herkunft und nehmen die Frauen im Bahnhofsviertel mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Kommunikationsbedürfnissen und ihrer kulturellen Identität ernst.