Foto: Enrico Marinelli

Mittwoch, April 10, 2019 - 19:00

Die GELD-Pilgerreise (Nachholtermin vom 14.11.2018)

GLS-Bank
Mainzer Landstraße 47
60329 Frankfurt am Main

Acht Wochen lang war die Künstlerin Anna Poetter, teilweise begleitet vom Schweizer Filmemacher Heinz Gubler, als Geld-Pilgerin von Zürich über viele Stationen nach Frankfurt unterwegs. Gereist ist sie per pedes und per Anhalter, mit dem Zug, dem Frachtschiff und dem Geldtransporter sowie mit der Zollinspektion Lindau. Geschlafen hat sie im Zelt, im Tresorraum, im Brenners Park Hotel in Baden-Baden und in einer Flüchtlingsunterkunft. Ihre Dauerperformance mit Pilgermantel und Handwagen galt dem Phänomen des Geldes und ist der dritte Teil der Trilogie „Ofrenda“, in der sich Poetter mit der Bedeutung von „Opfer“ in unserer Gesellschaft befasst. In diesem abschließenden Projekt geht es um das „Allerheiligste“: Geld. Neben vielen Interviews mit ExpertInnen aus der Finanz- und Wirtschaftswelt waren ihr dabei die Momente spontaner Interaktionen mit Menschen wichtig. Zwischen den Filmausschnitten wird Anna Poetter von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen berichten, und die Zuhörer sind eingeladen, mit ihr in Dialog zu treten.

Die GELD-Pilgerreise wurde 2014 von maecenia gefördert, ebenso die Ausstellung „Brot und Spiele # Church of Money“ im Oktober 2017 im House of Finance an der Goethe-Universität.

Dieser Abend ist eine Kooperation mit der GLS-Bank.

Um Anmeldung wird gebeten bei www.gls.de unter Aktuelles – Alle Termine – Veranstaltungsort Frankfurt.

Anna Poetters Arbeiten sind multimedial und installativ. Die ausgebildete Schauspielerin, die seit 2015 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studiert, inszeniert Performances mit theatralen Elementen und raumspezifische Installationen mit Objekten und zeitbasierten Medien. Seit 2015 studiert sie Bildhauerei bei Prof. Ottmar Hörl an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und erhielt 2018 den Meisterschülerin-Titel.

Heinz Gubler ist nach seiner Theaterregieausbildung in London als Regisseur und Lehrbeauftragter für Theater und Film tätig. Neben Theaterstationen in London und der Schweiz führten ihn Aufträge auch nach Frankfurt an das Schauspiel Frankfurt und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. In Zürich leitet er mit „Gubcompany“ ein eigenes Theater und engagiert sich darüber hinaus in vielen freien multimedialen Projekten. So dokumentierte er auch Anna Poetters Pilgerreise mit seiner Kamera.

Im Körper dieser Baby Dolls befindet sich ein Audiomodul, das ein Fragment der Biografie einer drogenabhängigen Frau hören lässt.

Foto: Lies de Wolf

Dienstag, März 19, 2019 - 19:00

THIS BABY DOLL WILL BE A JUNKIE - Kunst und Forschung: Projektbericht über Abhängigkeiten und Gewalträume

Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt am Main

Der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Drogenabhängigen in den verschiedenen europäischen Ländern liegt zwischen 4 und 14 Prozent. Juristisch und gesellschaftlich gilt er als unerheblich und als ein „vernachlässigbares Phänomen“. In Frauengefängnissen werden circa 65 Prozent der inhaftierten Frauen als drogenabhängig registriert. Seit 1997 realisiert Ulrike Möntmann mit PartnerInnen aus Kunst, Wissenschaft und Politik mehrjährige Kunstprojekte mit weiblichen Junkies in verschiedenen west- und osteuropäischen Gefängnissen und Therapie-Einrichtungen. Ihre künstlerische Praxis verbindet sich mit Forschung und geht den komplexen Fragen nach, die sich während der Zusammenarbeit mit den betroffenen Frauen, den BetreuerInnen und Verantwortlichen in den Institutionen und bei dem interdisziplinären Austausch mit ExpertInnen der Humanwissenschaften gestellt haben. Ulrike Möntmanns Buch versammelt und ordnet das vielfältige Material, berichtet von Lebensläufen sowie von Ausstellungen in Kunst- und Kulturräumen und Interventionen im öffentlichen Raum.

Ulrike Möntmann und Antje Langer diskutieren an diesem Abend über die Arbeit mit drogenabhängigen Frauen, über künstlerische Forschung und zeigen Bilder aus der Projektarbeit.

Die Publikation zu diesem Projekt wurde 2018 von maecenia unterstützt. Dieser Abend ist eine Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Ulrike Möntmann studierte visuelle Kommunikation in Bielefeld und Design und Skulptur in Amsterdam. Neben Lehrtätigkeiten an verschiedenen Kunsthochschulen in den Niederlanden ist sie regelmäßig Gastdozentin unter anderem in Wien, Zürich und Siegen. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam.

Prof. Dr. Antje Langer ist Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn. Sie verfasste das Buch „Klandestine Welten. Mit Goffman auf dem Drogenstrich“, Frankfurt am Main 2003.

Petra Mattheis bei ihrer Ausstellung im Museum der Bildenden Künste Leipzig 2017

Foto: regentaucher.com

Dienstag, Februar 19, 2019 - 19:00

Shark Weeks - Become a Menstruator

Atelier Frankfurt e.V.
Schwedlerstraße 1
60314 Frankfurt am Main

Menstruation ist etwas Alltägliches in unserem Leben. Dennoch ist sie bis heute in fast allen Kulturen immer noch ein Tabuthema und wird meist negativ dargestellt oder ignoriert. Die Künstlerin Petra Mattheis fügt dem Thema hingegen positive Bilder und Worte hinzu. Sie plädiert dafür, den Körper in allen seinen natürlichen Prozessen anzunehmen und auch die öffentliche Wahrnehmung zu verändern. 2013 startete sie ihr künstlerisches Projekt „Become a Menstruator”, kurz BAM. Mattheis entwickelte aus ihren Recherchen zum monatlichen Blut Text- und Bildmotive. Auf der Projekt-Webseite www.becomeamenstruator.org lassen sich unter anderem in Do-it-Yourself-Methode Vorlagen für Stempel ausdrucken und nachbauen. Ihr Manifest „28 Days to overcome menstrual taboo“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Bei ihrem Königinnenweg berichtet Petra Mattheis von ihrem Langzeitprojekt und der Verbindung von Kunst und Aktivismus. Dabei sind auch einige ihrer Werke, Hochdrucke aus der BAM Print Serie, zu sehen.

Die Ausstellung kann bis Sonntag, 24. Februar 2019, besichtigt werden.

Petra Mattheis wurde in Nordrhein-Westfalen geboren, menstruiert seit 1978 und lebt in Leipzig. Sie studierte Freie Bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste in Mainz und machte ihren Meisterschülerinnenabschluss an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Die Serie BAM Prints besteht aus je einem Hochdruckmotiv für jedes ihrer fruchtbaren Jahre, die Auflagenhöhe entspricht den Perioden des jeweiligen Jahres. Es ist mittlerweile eine Serie von 41 Motiven, das sind umgerechnet 5,5 Jahre tägliches Bluten.

Portrait von Anne Lister (1791-1840)

Quelle: Calderdale Leisure Services, Shibden Hall, Halifax (Großbritannien)

Dienstag, Januar 15, 2019 - 19:00

Wege zu Anne Lister

Denkbar
Spohrstraße 46 A
60318 Frankfurt am Main

„Die Frauen lieben mich und haben mich immer gemocht und keine hat mich je abgewiesen“, schrieb Anne Lister 1816 und verführte auch noch zweihundert Jahre später Angela Steidele zu einer „Erotischen Biographie“ („Anne Lister“, 2017). Ferne Länder reizten die freizügige Tagebuchautorin nicht weniger als Frauen. Mit ihrer letzten Geliebten, Ann Walker, reiste sie nach Russland, fuhr im Pferdeschlitten auf der zugefrorenen Wolga 2.000 Kilometer bis zum Kaspischen Meer, überwand den Großen Kaukasus und starb dann unerwartet auf einer Bergtour in Georgien. Für ihre Biographie begab sich Angela Steidele zusammen mit ihrer Frau auf Spurensuche nach Russland, Georgien und Aserbaidschan. Aus dieser Recherche entstand ein verblüffender literarischer Werkstattbericht der Biographin, der die Abenteuer von Anne Lister und Ann Walker im Spiegel ihrer Erlebnisse erzählt („Zeitreisen. Vier Frauen, zwei Jahrhunderte, ein Weg“, 2018). Über ihre Wege nicht nur zu Anne Lister wird Angela Steidele so unterhaltsam wie fesselnd berichten.

Angela Steidele, geboren 1968, erforscht und erzählt historische Liebesgeschichten. Sie veröffentlichte unter anderem „In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel, hingerichtet 1721“ (2004; Gleim-Literaturpreis), „Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens“ (2010), „Rosenstengel. Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.“ (2015; Bayerischen Buchpreis, Shortlist Alfred-Döblin-Preis). Nach „Anne Lister“ und „Zeitreisen“ wird eine „Poetik der Biographie“ (2019) Angela Steideles Trilogie zu biographischem Schreiben abrunden. Sie schreibt, singt und gärtnert in Köln.

Foto: Max Christmann

Mittwoch, Dezember 5, 2018 - 19:30

Die Anatomin

Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt am Main
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

Zur Zeit der Aufklärung war sie eine gefeierte Wissenschaftlerin und Künstlerin: Die Italienerin Anna Morandi Manzolini (1714-1774). Ihr Leben und ihre Leidenschaft widmete sie der Anatomie und dem Modellieren anatomischer Wachsmodelle; darin wurde sie zu einer der Besten ihrer Zeit. Sie verfolgte als eine von nur wenigen Frauen eine akademische Karriere und lebte mit ihrem Ehemann in einer gleichberechtigten Partnerschaft. Doch beständig musste sie gegen die gesellschaftlichen Grenzen des Frauseins ankämpfen, und über die Jahrhunderte geriet sie in Vergessenheit – bis ihr Werk Anfang des 21. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. Der Dokumentarfilm „Die Anatomin“ (Arbeitstitel) von Iris Fegerl gibt Einblick in das berufliche und private Leben Morandis und erzählt von den Herausforderungen, denen sie als Wissenschaftlerin, Ehefrau und Mutter begegnete. Ihre Geschichte hat auch über zweihundert Jahre nach ihrem Tod nicht an Aktualität verloren. Iris Fegerl berichtet von ihren Recherchen und der Arbeit am Film und zeigt Ausschnitte daraus.

Das Filmvorhaben wird 2018 von maecenia unterstützt.

Hin- und hergerissen zwischen Naturwissenschaften und Kunst studierte die gebürtige Wienerin Iris Fegerl zunächst Pharmazie und gestaltete nebenbei Performanceprojekte mit. Nach Abschluss des Pharmaziestudiums ging sie nach Berlin, um als Medienkonzepterin und Multimediaautorin für den Springer Fachverlag tätig zu werden. In dieser Zeit packte sie die Leidenschaft des Filmemachens, sodass sie mit dem Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg begann. Sie produziert Kurz- und Dokumentarfilme, immer wieder auch zu medizinischen Themen.

Foto: Nele Gülck

Freitag, Oktober 26, 2018 - 19:00

Der gute Berg

Fotografie Forum Frankfurt
Braubachstraße 30-32
60311 Frankfurt am Main

Die Fotografin Nele Gülck und der Journalist Nikolai Antoniadis aus Hamburg erzählen in ihrem geplanten Buch „Der Gute Berg“ von einem besonderen Ort. In einem abgelegenen muslimischen Bergdorf im Süden Albaniens haben die Einwohner ein kleines Haus im nahen Wald errichtet. Dieser „heilige Ort“ steht allen Religionen offen. Tatsächlich kommen katholische und orthodoxe Christen aus den Nachbardörfern hierher, Muslims und Sufis und sogar überzeugte Anhänger der alten Hoxha-Diktatur. Doch die religiöse Toleranz, die die Menschen hier üben, spiegelt nicht etwa einen universellen Toleranzgedanken – denn die Bewohner dieser Bergregion, in die nicht einmal eine Straße führt, sind häufig noch in archaischen Mentalitäten verwurzelt. Dieses Nebeneinander von Gegensätzen ist typisch für Albanien; ebenso wie die Fähigkeit, sie auf erstaunliche Weise zu überwinden.

Im Fokus von Nele Gülck und Nikolai Antoniadis stehen der besondere Umgang mit Religion, mit traditionellen und modernen Geschlechterrollen sowie Fragen nach Identität, Gemeinschaft und Gegensätzen. An diesem Abend berichten sie mit vielen Fotos von Begegnungen und Eindrücken am Guten Berg.

Nele Gülck, geboren 1979, arbeitet seit ihrem Studium des Kommunikationsdesigns an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg als Bildredakteurin und freie Fotografin. In ihren Arbeiten nähert sie sich gesamtgesellschaftlichen Phänomenen und verweist dabei immer wieder auf innere menschliche Zustände. Ihre Arbeiten wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt.

Nikolai Antoniadis, geboren 1971, lebt als freier Journalist in Hamburg. Lange schrieb er vor allem über Stadtentwicklung und Architektur. Im Zuge wachsender Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie beschäftigt er sich aber inzwischen schwerpunktmäßig mit Fragen religiöser Toleranz und Identität, vor allem auf dem Balkan. 2017 erhielt er das Alice Boner Stipendium des Goethe-Instituts in Varanasi, Indien, wo er demselben Phänomen nachging, das ihn auch nach Albanien geführt hat: Orte, die von mehreren Religionen gleichzeitig genutzt werden. Seit 2015 arbeiten Nele Gülck und Nikolai Antoniadis als Team mit dem Schwerpunkt Balkan zusammen. Gemeinsam erhielten sie 2017 das Grenzgänger Stipendium für Südosteuropa der Robert Bosch Stiftung.

Mittwoch, September 26, 2018 - 19:00

Glückel von Hameln - Eine musikalische Spurensuche

Bildungsstätte Anne Frank
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main

Die Hamburger Kauffrau Glikl bas Juda Leib (1646-1724), bekannt als Glückel von Hameln, verfasste als erste jüdische Frau eine Autobiografie, angelegt als Tagebuch und Familienchronik für ihre Kinder. Ihre Memoiren geben einen eindrucksvollen Einblick in die gesellschaftliche Situation der Zeit. Die Musikerinnen Gabriele Steinfeld und Anke Dennert wollen das Lebenswerk dieser herausragenden Frau würdigen. Bei ihrem Königinnenweg berichten sie von ihrem Projekt einer musikalischen Lesung, die Glikls Aufzeichnungen mit jüdischer Barockmusik verbindet. An diesem Abend werden Tagebuchauszüge und Musikstücke aus Glickls Zeit live zu hören sein, unter anderem Werke von Isabella Leonarda, Salomone Rossi sowie Johann Schop. Die Verknüpfung mit dem historischen Text, begonnen 1691, schafft dabei eine zusätzliche Dimension beim sinnlichen Erleben von Musik.

maecenia ist zu Gast in der Bildungsstätte Anne Frank, deren neu gestaltete Dauerausstellung bei dieser Gelegenheit besichtigt werden kann.

Als Duo La Porta Musicale widmen sich Gabriele Steinfeld, Barockvioline, und Anke Dennert, Cembalo, der Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Der musikalische Schwerpunkt der langjährigen Spezialistinnen für Alte Musik liegt auf der Italienischen und Norddeutschen Musik. Längst vergessene Kompositionen und meist unbekannte Werke von Komponistinnen werden in ihren Konzerten wieder erlebbar.

Das Gesamtprogramm der Königinnenwege finden Sie hier.

Copyright: Erica de Abreu Gonçalves

Mittwoch, September 12, 2018 - 18:30

1918/1919 – 2018/19: Was haben Frauenrechte mit uns heute zu tun?

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1 (Römerberg)
60311 Frankfurt am Main

Eine Filminstallation von Erica de Abreu Gonçalves und Julian Vogel präsentiert Reaktionen und Aussagen zum Thema Frauenrechte von heute in Frankfurt lebenden Frauen. Das Kunstprojekt sammelt Stimmen zu privaten, alltäglichen Erfahrungen von Frauen und Männern aus unterschiedlichen sozialen, geografischen und ökonomischen Hintergründen, die deutlich machen, für welche Rechte Frauen noch immer kämpfen müssen. Die Installation ist Teil der großen Ausstellung  „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Historischen Museum Frankfurt. Die weltweiten Women’s March-Demonstrationen im Januar 2017, die Aktion Aufschrei 2013 oder auch der Equal Pay Day seit 1966 zeigen: Frauen-und Menschenrechte sind ein wichtiges Gut von Demokratien und werden immer wieder debattiert, verteidigt, be- und erstritten. Erica de Abreu Gonçalves wird (in englischer Sprache) die Erfahrungen mit ihrem Projekt und seiner Entstehung schildern und mit den BesucherInnen diskutieren. Zuvor gibt es Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen in fachkundiger Begleitung durch die Kuratorin Dorothee Linnemann. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr im Foyer des Museums. Die Installation wird 2018 von maecenia unterstützt.

Museumseintritt: 5 Euro

Erica de Abreu Gonçalves hat in Brasilien, Frankreich und Portugal Kulturgeschichte, Filmproduktion und Museologie studiert und war von Mai 2016 bis Oktober 2017 Stipendiatin der Bundeskulturstiftung. Sie hat im Historischen Museum Frankfurt kuratorische Erfahrungen gesammelt und ist besonders an partizipativen Projekten in Museen beteiligt. Sie promoviert zum Thema Museum, Kino und Soziomuseologie: Partizipative Filmprojekte am Historischen Museum Frankfurt.

Dorothee Linnemann ist Historikerin und Ausstellungskuratorin. Nach ihrem Studium in Neuerer und Neuester Geschichte an der Universität Münster (Westf.) war sie an verschiedenen kulturhistorischen Ausstellungen beteiligt und wurde 2013 an der Universität Münster promoviert. Zuletzt war sie an der Neugestaltung der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ im Historischen Museum Frankfurt beteiligt und kuratiert die dortige Sonderausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ (2018/19).

Das Gesamtprogramm der Königinnenwege finden Sie hier.

"Anne Lister. Eine erotische Biographie" von Angela Steidele erschien 2017 im Verlag Matthes & Seitz Berlin

Dienstag, März 20, 2018 - 20:00

Lesung und Gespräch mit Angela Steidele zu "Anne Lister. Eine erotische Biographie"

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
Mousonturm, 3. Stock, Eingang Hinterhof links
60316 Frankfurt am Main

Angela Steidele stellt ihr Buch Anne Lister. Eine erotische Biographie im Mousonturm vor.
Wäre sie ein Mann gewesen, müsste man sie Frauenheld nennen, Schwerenöter oder Heiratsschwindler, Lüstling, Wüstling oder einfach nur Schuft: Frauen pflasterten ihren Weg. Anne Lister (1791–1840) betete sie an, begehrte, belog und betrog sie, ging ihnen an die Wäsche und ans Geld. Ihr lustvolles Lieben und Leben im vermeintlich prüden präviktorianischen England vertraute sie einem geheimschriftlichen Tagebuch an, dessen ganz und gar unkeusche Einträge Angela Steidele zu einer staunenswerten Biographie verführten.

Angela Steidele war 2007 zu Gast bei den Königinnenwegen III der Stiftung maecenia und stellte ihre Arbeit zur "Rheingräfin" Sibylle Mertens-Schaaffhausen (1797-1857) und ihrem Kreis vor. Ihr daraus folgendes Buch Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens erschien 2011 im Insel Verlag.

20. März 2018, 20 Uhr, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Es moderiert Insa Wilke.
Eintritt: 7,-/4,- (VVK)| 8,-/5,- (AK)

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Freitag, Januar 26, 2018 - 19:00

Möchten Sie Ihren Vater wirklich in den Papierkorb verschieben?

Theaterhaus
Schützenstraße 12
60311 Frankfurt am Main

Cornelia Niemanns Spurensuche nach ihrem Vater ist der rote Faden dieser Collage aus Theater, Live-Musik und Videos mit Frankfurter SchülerInnen.

„Da war zuerst ein Koffer - meine Mutter hat ihn ihr Leben lang überallhin mitgenommen, dann stand er fast zwanzig Jahre in meinem Keller. Inhalt: Briefe meines Vaters an sie während des 2. Weltkriegs - ganz „unpolitische“, alltägliche Liebesbriefe. Was nicht darin steht, fand ich in dem Buch „Der Vater. Eine Abrechnung“, das Niklas Frank über seinen Vater, den Kriegsverbrecher Hans Frank geschrieben hat. Der war damals Hitlers Generalgouverneur im besetzten Polen („Schlächter von Polen“). Und oberster Chef meines Vaters am „Institut für Deutsche Ostarbeit“ in Krakau. Was war das für ein Institut? Was hat mein Vater da gemacht? Ich habe ihn nie kennengelernt.“

Premiere: Freitag 26.1.2018 19 Uhr
Weitere Vorstellungen: Sa 27.1. 19 Uhr | Mo 29.1. 11 Uhr | Di 30.1. 11 Uhr | Mi 31.1. 11 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier.

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